Viele Frauen im mittleren Alter sind noch mit einem traditionellen Rollenbild aufgewachsen. Sie erfuhren oft schon als Kind, dass sie später als Hausfrau und Mutter ihren Ehemännern den Rücken frei halten und ihre eigenen Bedürfnisse zurückstehen sollten. Die Ausprägung dieser Erziehung war schichtabhängig: im kleinbürgerlichen Milieu wurde den Mädchen viel weniger zugestanden, eine Berufskarriere zu verfolgen oder sich akademisch auszubilden als in bürgerlichen Kreisen. Hier diente das Studium oft auch weniger der eigenen Entfaltung, sondern als Voraussetzung, den eigenen Kindern, insbesondere den Jungen, genügend Bildung mitgeben zu können.
Inzwischen hat sich die Gesellschaft soweit gewandelt, dass die Hausfrau, die zuhause die Kinder erzieht und den Haushalt erledigt, anachronistisch geworden ist. An ihre Stelle treten selbstbewusste junge Frauen, die sich gut ausbilden lassen, studieren und neben der Ehe selbstverständlich eine eigene Karriere verfolgen. Fernbeziehungen werden dafür in Kauf genommen - und gesellschaftlich akzeptiert.
Frauen im mittleren Alter berichten oft, dass sie von ihren Eltern hörten, sie würden ohnehin nur eine Familie haben und bräuchten sich daher nicht aus- und weiterzubilden. Sie wurden ausgebremst, konnten sich oft nur mit Mühe oder familiären Brüchen entfalten. Viele entdecken erst nach den langen Jahren der Familienarbeit oder in einem ungeliebten Job, dass mehr in ihnen steckt als man ihnen bislang zutraute oder zugestand. Sie beginnen sich zu befreien: Entwickeln eigene Ideen, lernen einen anderen Beruf, denken daran, sich selbstständig zu machen oder bauen gerade ihre eigene Existenz auf. Ihnen geht es nicht um mehr Geld, sie wollen in erster Linie ihre Träume verwirklichen, ihre Begabungen entfalten, ungebremst ihre Fähigkeiten leben. Oft ist hier ein großer Nachholbedarf spürbar. Diese Frauen entdecken oft erst im mittleren Alter ihre Fähigkeiten und geben sich selbst nun die Chance, ihr Leben zu gestalten statt es von anderen bestimmen zu lassen.
Sie merken während dieser Entwicklung, dass sie auch im mittleren Alter wachsen und vorwärts kommen können. In einem Alter, in dem ihnen von der Gesellschaft bestenfalls noch die Konsolidierung oder gar ein Rückzug aus dem bislang erreichten und oft uinbefriedigendem Niveau zugestanden wird. Dies sind dann Jobs, die nicht mehr weiter führen, sondern in einer Sackgasse enden und sie in dem, was sie können, weiter reduzieren.
Wie lässt sich der bisherige Weg sehen? Kann seine positive Wertung mehr Zufriedenheit bringen?
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Sonntag, 9. Januar 2011
Samstag, 3. April 2010
Haben Sie das „richtige“ Umfeld?
Seit mehreren Jahren habe ich einen Weihnachtsstern. Mittlerweile sind seine Äste lang gewachsen. Er hatte nur in dem Jahr geblüht, als ich ihn geschenkt bekam. Doch in diesem Spätwinter waren seine Äste so lang gestreckt, dass sie bis ans Fenster reichten. Vor den Sonnenstrahlen hatte ich ihn bislang schützen wollen, doch in diesem Jahr entwickelte er unerwartet zwei prächtige Blüten. Er ist nun an seinem Platz, wo er sich entwickeln und blühen darf.
Wir brauchen für unser Wachstum ein ebenso förderliches Umfeld. Da wir soziale Wesen sind, besteht dies aus Menschen. Welches Umfeld ist gut für uns? Wo werden wir mit unseren Bedürfnissen und Fähigkeiten gesehen? An manchen Plätzen ist Wachstum nicht möglich, weil niemand sieht oder sehen kann, was wir brauchen, um uns zu entwickeln. Möglicherweise hält man uns bewusst unbewusst klein und lässt uns nicht an Aufgaben heran gehen, die wir gut bewältigen könnten und die uns Spaß machen. Da fehlt die Anerkennung, ein wichtiger Motivator für all unsere Vorhaben und Projekte, für unsere Entwicklung.
Suchen wir uns ein Umfeld, das uns anerkennen kann! Wir finden es da, wo man es zulässt, dass wir unsere starken Seiten leben. Wo wir uns selbst erlauben, unsere Stärken zu zeigen. Nur dort finden wir das, was uns antreibt und Lebensfreude schenkt: Anerkennung für uns als Menschen und für das, was wir tun. Dann haben wir Erfolg, der auf uns zurück strahlt. Ob im Beruf oder im privaten Bereich: Er macht uns stark.
Wir brauchen für unser Wachstum ein ebenso förderliches Umfeld. Da wir soziale Wesen sind, besteht dies aus Menschen. Welches Umfeld ist gut für uns? Wo werden wir mit unseren Bedürfnissen und Fähigkeiten gesehen? An manchen Plätzen ist Wachstum nicht möglich, weil niemand sieht oder sehen kann, was wir brauchen, um uns zu entwickeln. Möglicherweise hält man uns bewusst unbewusst klein und lässt uns nicht an Aufgaben heran gehen, die wir gut bewältigen könnten und die uns Spaß machen. Da fehlt die Anerkennung, ein wichtiger Motivator für all unsere Vorhaben und Projekte, für unsere Entwicklung.
Suchen wir uns ein Umfeld, das uns anerkennen kann! Wir finden es da, wo man es zulässt, dass wir unsere starken Seiten leben. Wo wir uns selbst erlauben, unsere Stärken zu zeigen. Nur dort finden wir das, was uns antreibt und Lebensfreude schenkt: Anerkennung für uns als Menschen und für das, was wir tun. Dann haben wir Erfolg, der auf uns zurück strahlt. Ob im Beruf oder im privaten Bereich: Er macht uns stark.
Labels: Beratung Veränderungen
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