In manchen Situationen entsteht das Gefühl, nicht als die Person gesehen zu werden, die man ist. Dies kann im falschen Job sein, in einem unpassenden Umfeld. Immer dort, wo weniger von einem gefordert wird als man leisten kann. Die Unzufriedenheit, ja Schmerz bricht hervor und man möchte schreien: Ich kann mehr, ich bin mehr als ich hier sein darf!
Wird diese Unzufriedenheit wieder verschwinden? Sind das nur Gefühle, die man nicht ernst nehmen braucht, weil vielleicht doch nicht mehr in einem steckt und man sich alles nur einbildet?
In Veränderungssituationen sind diese Gefühle normal. Sie zeigen, dass es Seiten in einem gibt, die nicht leben dürfen. Nur sehr selten ist der Eindruck, mehr leisten und mehr bieten zu können als man im Augenblick darf, unbegründet. Die Unzufriedenheit ist eher eine gute Freundin, die auf etwas hinweist, das so nicht weiter gehen darf. Sie entsteht in Jobs und Lebenssituationen, in denen nur wenige Fähigekiten angesprochen werden. Vielleicht, weil man sich selbst nicht genügend zugetraut hat, nicht mehr forderte und nun in einem Job sitzt, der zu leicht von der Hand geht, den man daher zunehmend widerwillig macht. Oder weil das Umfeld seine eigenen Abläufe hat, in denen man so reduziert für die anderen am besten funktioniert. Doch wir brauchen alle einen Spiegel, in dem wir uns sehen, wie wir sind und nicht nur Teilausschnitte unserer selbst erkennen können.
Das Resultat ist jedes Mal das Gleiche: Die Unzufriedenheit treibt an, sie ermutigt zu mehr, stachelt zur Suche nach Herausforderungen an. Und erst wenn diese Herausforderungen gemeistert sind, stellt sich wieder ein Glücksgefühl ein, das nur entsteht, wenn die Anforderungen nicht zu niedrig oder zu hoch, sondern gerade richtig sind. Es ist ein schmaler Grat zwischen Unter- und Überforderung. Ihn zu gehen, ihn überhaupt erst einmal zu finden, ist die Suche wert.
Oder wie lange soll die Unzufriedenheit noch in einem selbst Platz haben, ohne, dass sie weiter führt?
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Sonntag, 27. Februar 2011
Samstag, 26. Februar 2011
Buchbesprechung: Der Junge, der den Wind einfing.

Es gibt Bücher, die einen schon während der Lektüre tief bewegen – und diese Geschichte gehört fraglos dazu! Sie handelt von einem Jungen, der von seinem Leben in einem Dorf in Malawi in Ostafrika erzählt. Eine wunderbare afrikanische Geschichte, in der der Leser atmosphärisch das beschwerliche, und doch schöne Alltagsleben in einem Dorf miterlebt und sich einfühlen kann. Bis dann 2002 die Hungersnot kam. Die Schilderungen über den Hunger und die Bewältigung dieser ausweglos scheinenden Situation geht unter die Haut. Vieles wird verständlicher, für uns Europäer begreifbarer. Die Hungersnot bedeutete auch für den kleinen William einen Einschnitt: gerade hatte er die Primarschule absolviert und sollte aufgrund seiner Noten in eine mäßige Sekundarschule kommen, aber immerhin in eine Schule, was er sich so sehr wünschte! Doch sein Vater konnte die Kosten von umgerechnet 80 Dollar nicht bezahlen und so blieb dem Jungen nichts Anderes übrig, als auf dem Feld zu helfen und zuhause zu sitzen. Denn nach der Erntezeit gab es nicht mehr viel zu tun. Er las sich in die Bücher der dörflichen Bücherei ein, brachte sich selbst für ihn wichtiges Wissen bei und entdeckte ein Werk über Windräder. Der Rest ist das, was der Titel besagt: eine Heldengeschichte. Denn dem Jungen gelingt es trotz der Widerstände seines Umfeldes ein Windrad nach diesem Buch zu bauen, die das Haus seiner Familie mit Strom versorgt. Beeindruckend ist, wie er Widerstände überwindet, aus dem, was er hat, seinen Traum verwirklicht und gleichzeitig etwas für seine Eltern schafft, das ihnen und später den Menschen in seinem Land das bringt, was sie so dringend brauchen: Elektrizität – regenerative Energie aus Windkraft.
Diese Leistungen brachten William Kamkwamba bereits viel öffentliche Aufmerksamkeit ein, und er konnte mit Hilfe von Investoren eine angesehene Schule besuchen. Dass er später sein Dorf mit einer selbstgebauten Solaranlage ausrüstete, die zum ersten Mal Trinkwasser zutage fördern half, lässt den Weg, der im Buch beschrieben wird, noch klarer werden.
Eine wunderschöne Geschichte, die nicht nur das afrikanische Leben einfühlsam beschreibt, sondern auch ein Lehrstück darüber, wie man in einer scheinbar völlig aussichtslosen und hoffnungslosen Situation etwas schaffen kann, das so viele Türen öffnet und das eigene Leben in eine glückliche Richtung lenkt. Sehr empfehlenswert!
William Kamkwamba, Bryan Mealer: Der Junge, der den Wind einfing: Eine afrikanische Heldengeschichte - (CORINE FOCUS Zukunftspreis 2010), Irisiana Verlag 2010. Bestellen
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Samstag, 22. Januar 2011
Das Meer der Energie

Nachhaltiges Fischen heißt, nur so viele Tiere dem Meer durch Fischen zu entnehmen, dass relativ schnell wieder junge Fische nachwachsen können. Heute können wir sogar Fisch in Dosen aus der Nachhaltigen Fischerei kaufen.
Wenn die Fischer zu viel fangen und damit das Meer überfischen, kann es sich nicht mehr erholen. Je stärker das Meer überfischt ist, desto länger dauert es, bis die Jungtiere den Bestand erneuern können. Das Meer gibt für längere Zeit keine Fischnahrung mehr her, das ökologische Gleichgewicht ist mit all seinen Folgen für die übrigen Arten, gestört.
Nachhaltiges Haushalten mit den eigenen Kraftreserven geschieht nicht anders. Man verbraucht nur so viel Kraft, dass man sich wieder relativ schnell erholen kann. Jedes Zuviel stürzt den Körper und die Seele in ein Ungleichgewicht: man wird krank, erleidet einen Burn Out. Der Körper gibt dann keine Energie mehr her und man muss ihn sich länger erholen lassen.
Wann haben wir zuviel Kraft verbraucht? Immer dann, wenn wir uns nicht mehr nur nach der Arbeit rechtschaffen müde fühlen, sondern immer öfter antriebsarm und erschöpft.
Die Grenzen muss jeder selbst für sich austesten und - beachten! Vergleiche mit anderen helfen wenig, denn jeder hat unterschiedliche Ressourcen und Grenzen.
Wo liegen die eigenen Grenzen?
Woran merke ich, dass ich zuviel Kraft aus meinem Meer gefischt habe?
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Wachsen durch Herausforderungen

Wir können uns Herausforderungen suchen und sich ihnen stellen - oder sie vermeiden.
Das Vermeiden von Herausforderungen verschafft uns ein sicheres und bequemes Leben. Dennoch bezahlen wir einen hohen Preis für diese Bequemlichkeit: wir versagen uns die Entwicklung zu dem Menschen, der wir sind.
Wie oft entschuldigen wir uns vor uns selbst? Die Ausreden sind zahlreich: wir sind zu alt, zu finanzschwach, zu krank, zu belastet und dergleichen mehr. Damit verbleiben wir in unserer vertrauten Situation, auch wenn sie uns nicht gefällt. Haben wir dann gelebt?
Was sind eigentlich Herausforderungen? Herausforderungen sind Aufgaben, bei denen man sich anstrengen muss, um sie zu lösen. Wir müssen alles aus uns herausholen, unser Wissen anwenden, es auf andere Bereiche übertragen und dabei konzentriert bei der Sache bleiben. Nachdem wir die Aufgabe bewältigt haben, stellt sich ein tiefes Gefühl der Befriedigung ein. Uns wird ermöglicht, unsere Leistungsfähigkeit richtig einzuschätzen und uns zu entwickeln.
Demgegenüber sind Unterforderungen Aufgaben, die uns leicht von der Hand gehen und immer gelingen. Überforderung entsteht, wenn die Aufgaben für einen nicht lösbar sind. Nur bei der Bewältigung von Herausforderungen können wir es erreichen, dass in unserem Gehirn die Glückshormone Dopamin und Serotonin ausgeschüttet werden und sich ein Glücksgefühl einstellt.
Denn mehr wir uns in Herausforderungen bewähren, umso wirksamer werden wir. Selbstwirksamkeit führt zu Glück, was wiederum ausstrahlt und mehr Energie für die nächste Aufgabe gibt.
Fragen wir uns doch lieber: Was hindert uns daran, uns weiter zu entwickeln?
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Samstag, 11. September 2010
Chancen für eine berufliche Zukunft

Wenn man in der Situation ist, sich neu orientieren zu müssen, erscheinen zunächst die Risiken größer als die Chancen. Der alte Job, das bisherige Leben waren vertraut. Aber besaß man wirklich die Freiheit, sein Potenzial so zu verwirklichen, wie man es ursprünglich einmal wollte? Oft heißt Anstellung auch Beschränkung, auf ein kleines Fachgebiet oder eine begrenzende Tätigkeit. Die Frage stellte sich dann, ob die Gesellschaft wirklich nicht mehr von einem will, als sie fordert? Dabei haben die meisten viel mehr zu geben!
Wenn man selbst etwas unternimmt, hat man die Möglichkeit, sich zu entwickeln. Einige gründen ihre Existenz mit einer eigenen Idee, die sie stets weiter entwickeln. Andere schätzen mehr Sicherheit beim Gründen und steigen bei einer Idee ein, die sich schon erfolgreich am Markt behauptet hat. Der Markt der Ideen, das Franchising, ist hierfür eine sehr gute Alternative. Man beginnt seine Selbstständigkeit zwar mit einem Geldeinsatz: der Eintrittskosten in ein System sowie den Investitionskosten, die aber bei jedem Aufbau eines Geschäftes anfallen. Dafür lassen sich in einem passenden System die eigenen Potenziale verwirklichen und leben. Wichtig ist die Wahl des Systems, also der Unternehmensidee, für die man sich dann im Laufe einer Beratung nach eigenen Bedürfnissen, Kompetenzen und Motivation entscheidet. Und genau diese Wahl ist ein wichtiger Schritt in das Gelingen der beruflichen Zukunft. Sie braucht aus diesem Grund professionelle Beratung. Zudem gibt es eine Vielzahl der Unternehmensideen im Franchising, die Menschen mit Engagement suchen, in der man sich allein kaum zurecht findet. Denn wer trifft schon eine solch wichtige Lebensentscheidung nur nach Augenschein?
Ob mit eigener Idee oder der Ideenwahl eines Franchisingsystems: nur wer den Mut hat, sein Leben in die eigenen Hände zu nehmen, entgeht einem fremdbestimmten Leben, das möglicherweise nur noch wenige Perspektiven bereit hält. Lässt es sich noch auf eine andere Art so gut verwirklichen?
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Mittwoch, 8. September 2010
Frauen machen etwas aus ihrem Leben!
Die berufliche Laufbahn sah so gradlinig aus: bis der neue Chef kam und mit der Arbeit der Angestellten Christa W. nicht zufrieden war, obwohl sie bislang nicht nur in Ordnung war, sondern auch gelobt wurde. Plötzlich passte sie nicht mehr in das Unternehmen, wurde nicht mehr ausreichend mit Informationen versorgt und machte Fehler. Sie bemühte sich, steckte viel zu viel Kraft in den Job bis ihr Körper nicht mehr mitmachte. Sie verlor ihren Job und fand mit ihren 45 Jahren keine neue Anstellung. Obwohl sie ihre Ansprüche herab schraubte, wollte sie niemand mehr beschäftigen.
So sehen zahlreiche Lebensläufe von Frauen in der Mitte ihres Lebens aus. Ihnen bleibt die Arbeitslosigkeit und Resignation oder der Weg in die Neuorientierung - die komplette Veränderung ihres Lebens. Sie haben eine besondere Idee und machen sich damit selbstständig, sind plötzlich erfolgreich. Nicht dass irgendein Chef, eine Organisation ihnen eine Chance gegeben hätte, sie waren es selbst, die ihr Leben in die Hand genommen haben. Denn die Berufswelt hätte ihnen nur noch Jobs zugewiesen, die weit unter ihrem eigentlichen Können liegen. Genau das wollten diese Frauen nicht: sie wollen sich verwirklichen, das Beste aus ihren Fähigkeiten machen, Erfolg haben. Sich nicht abschieben und klein reden lassen. Sondern wachsen und der Gesellschaft und sich selbst das Optimum geben. Das heißt auch, seine Ansprüche durchzusetzen, sich die Freiräume zu schaffen. Menschen suchen, die sie dabei unterstützen. Kann das eine Frau nur als Selbstständige verwirklichen?
So sehen zahlreiche Lebensläufe von Frauen in der Mitte ihres Lebens aus. Ihnen bleibt die Arbeitslosigkeit und Resignation oder der Weg in die Neuorientierung - die komplette Veränderung ihres Lebens. Sie haben eine besondere Idee und machen sich damit selbstständig, sind plötzlich erfolgreich. Nicht dass irgendein Chef, eine Organisation ihnen eine Chance gegeben hätte, sie waren es selbst, die ihr Leben in die Hand genommen haben. Denn die Berufswelt hätte ihnen nur noch Jobs zugewiesen, die weit unter ihrem eigentlichen Können liegen. Genau das wollten diese Frauen nicht: sie wollen sich verwirklichen, das Beste aus ihren Fähigkeiten machen, Erfolg haben. Sich nicht abschieben und klein reden lassen. Sondern wachsen und der Gesellschaft und sich selbst das Optimum geben. Das heißt auch, seine Ansprüche durchzusetzen, sich die Freiräume zu schaffen. Menschen suchen, die sie dabei unterstützen. Kann das eine Frau nur als Selbstständige verwirklichen?
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Sonntag, 25. April 2010
Haben Sie Ziele?

Fragt man andere Menschen nach ihren Zielen, bleiben ihre Antworten oft unbestimmt. Wer dennoch klar formulierte Ziele hat, weiß aber nicht, welche Strategien und welche Schritte er benötigt, sie umzusetzen.
Als Kind haben wir oft klare Ziele vor Augen, wir denken an Berufsbilder, die uns gefallen oder spüren schon, welche Talente uns zu einem Ziel führen könnten. So probieren wir die Möglichkeiten aus, die wir haben könnten. Berufe wie Schriftstellerin oder Forscher entspringen diesen Versuchen die Kreativität zu leben, die noch keine Beschränkungen kennt.
Mit dem Älterwerden zeigen sich Ziele in den Ausbildungen oder Weiterqualifizierungen. Sie sind mit dem Curriculum vorgegeben vorhanden und können gemeinsam mit anderen leichter erreicht werden.
In Organisationen und anderen Systemen richten wir uns oft nach deren Rahmen, in denen die Ziele gesteckt sind. Berufliche Aufstiege werden so möglich.
Aber sind diese Ziele wirklich die eigenen, die man sich selbst formuliert hat? Meist handelt es sich hierbei um vorgegebene Ziele, die uns zufrieden werden lassen, wenn wir sie erreichen. Dabei verlieren wir uns immer mehr selbst aus den Augen bis wir die eigenen Wünsche der Selbstwerdung nicht mehr spüren.
Je älter wir werden, desto geringer wird der Spielraum, den Organisationen oder andere soziale Systeme uns gestatten. Die hoffnungsfrohe Zeit der Ausbildungen, des Aufbruchs liegt weit zurück. Der gleichförmige Alltag, der nicht mehr danach fragt, was wir in uns noch entwickeln wollen, beherrscht nun unser Leben.
Der engere Rahmen, das Ende des beruflichen Aufstiegs, der für Menschen jenseits der Lebensmitte oft vorgesehen ist - will man doch nicht mehr glauben, dass dieser Mensch noch Fähigkeiten und Kompetenzen entwickeln wird und sich zu mehr und Höherem aufschwingt- zeigt aber, dass man sich selbst noch entwickeln soll. Die Annäherung an die eigenen Ziele, die aus dem Inneren kommen, führt oft weit in die Kindheit zurück, in der man noch mit allen Möglichkeiten spielte und zu Lebensentwürfen, die im gleichförmigen Alltag nicht mehr denkbar waren.
Seine eigenen Ziele formulieren heißt, zu sich selbst zu finden und seinen eigenen Weg zu gehen, jenseits der Vorstellungen, die andere haben.
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